Tagesfahrt Meßkirch und Sigmaringen

20. Mai 2018
Auf einer Zeitreise durch die Baustelle einer Karolingischen Klosterstadt – Campus Galli – tauchen wir ein in eine Welt, in der versucht wird wie im
9. Jahrhundert zu bauen, zu arbeiten und zu leben. Egal ob Handwerk, Ernährung oder Kleidung, alles wird ohne Maschinen bewerkstelligt.
Anfänge sind jetzt nach 5 Jahren gemacht.
Aber es wird noch Jahrzehnte dauern und vieler Menschen bedürfen, die sich auf ein solches Unterfangen einlassen.
Anschließender Besuch im Hohenzollern Schloss in Sigmaringen.   Welch ein Kontrast!
Ein Adelssitz von beeindruckender Größe. Fürstliche Pracht beim Rundgang durch Badezimmer, Schlaf- und Wohnräume, Ahnengalerie und Gobelins!
Bei Kaffee und Kuchen im Schlosscafe wurden unsere Eindrücke ausgetauscht.

Mit dem Jäger auf den Spuren durch den Wald

10. Mai 2018

Einen Streifzug durch den Rutesheimer Wald, zu Fuß und mit dem Planwagen.

 

 

 

 

Mit Jäger Herr Gerhard Scheeff, Revierförster Herr Ulrich Neumann und Obfrau Naturschutz Frau Sibylle Schabel.

Herr Neumann zeigte uns auf der Karte  den Rutesheimer Wald, der Bestand entspricht 60 % Laubbäume die Buche ist die dominierende Baumart, gefolgt von Fichte mit 20% der Rest sind andere Baumarten wie Douglasie sie wird vermehrt angebaut da sie die Trockenheit gut verkraftet. Walnuss und Kirschbaum findet man auch häufig. Der Kirschbaum ist wegen seinem rötlichen Holz ein beliebtes Möbelholz.Doch der Wald ist mehr als nur Holzlieferant. Wasser und Quellenschutzgebiete sind von großer Bedeutung, ebenso der Erholungswert.

Die Tannenwaldhütte wurde vor sechs Jahren in Eigenleistung durch die Forstwirte gebaut. von der nahen Umgebung wurden 59 Weißtannenstämme geschlagen und verarbeitet, in fachgerechter Handarbeit zugesägt und in der typischen Blockhausbauweise aufeinandergelegt.

Weiter ging es mit dem Jäger zur Ablenkfütterung des Schwarzwildes. Die Ablenkfütterung ist eine Einrichtung im Wald die die Wildschweine zu bestimmten Zeiten mit Futtersuche im Wald beschäftigen soll. Das Ziel der Ablenkfütterung besteht darin, Wildschweine von Landwirtschaftlichen Kulturen abzuhalten.

An der Dreispitzhütte angekommen erklärte uns Herr Scheeff die Aufgaben eines Jägers. Der Jäger hat die Förderung, den Schutz und die Erhaltung einer artenreichen und gesunden freilebenden Tierwelt. Als Anschaumaterial brachte er präparierte Tiere mit. Wir lernten das ein Reh ein Feinschmecker und ein Hirsch ein Allesfresser ist. Mit Verantwortung und Sachverstand stellt sich der Jäger seinen Aufgaben. Er pflegt und betreut das ihm anvertraute Revier.

 

 

 

 

Nebenbei auf unserem Weg durch den Wald machte Frau Schabel eine Wildblumenführung für uns. Wir lernten von so mancher Wildblume den Namen. Wir bedankten uns bei allen für diesen wunderschönen Nachmittag mit einem Präsent.

Den Ausklang dieses Nachmittages machten wir im Uhlenspiegel bei einem guten Essen.

 

50 Jahre Landfrauenverein Maichingen

7. Mai 2018

Am 17.4.2018 fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Zum ersten mal ehrten wir Mitglieder für ihre 50-jährige Mitgliedschaft. Diese Mitglieder sind seit der Gründung des Landfrauenverein Maichingen vor 50 Jahren mit dabei. Ihnen gilt unser besonderer Dank für ihr jahrzehntelanges Engagement und ihrer Treue zum Verein.

Im Oktober werden wir das 50-jährige Bestehen unseres Ortsvereins mit einer Jubiläumsveranstaltung gebührlich feiern.

Strahlentherapie

2. Mai 2018

Darstellung der Möglichkeiten einer modernen Strahlenbehandlung bei gut- und bösartigen Erkrankungen. Spezialmethoden wie Radiochirurgie und Stereotaxie. Z.B. Strahlenbehandlung bei Brustkrebs und Arthrosen. Herr Dr. Alexander Volk vom Strahlentherapiecentrum aus Böblingen berichtete uns zu diesem Thema.

Die Praxis für Strahlentherapie bietet ein Höchstmaß an technischer Ausstattung und Fachkompetenz in Kompination mit der, für den Patienten angenehmen Möglichkeit, einer ampulanten Therapie. Strahlentherapie ist die medizinische Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern. Die Strahlung kann aus Geräten oder aus radioaktiven Präparaten stammen.

Das Strahlenfeld wird mithilfe von Blenden und Filtern möglichst zielgenau an die Tumorform und -größe angepasst um das umliegende Gewebe zu schonen. So ist es möglich die Tumoren die in der Nähe von lebenswichtigen Organen liegen nicht zu schädigen. Die technische Entwicklung der Strahlentherapie führte in den letzten Jahren zu einer besseren Heilung und einer Verminderung von bleibenden Schäden.

Wir bedankten uns bei Herr Dr. Volk über diesen überaus interessanten Vortrag, die anschließende Fragerunde zeigte mit welchem Interesse die Zuhörer dabei waren.

Geschichte der Frauenarbeits – und Haushaltungsschulen (1902 – 1970) am Beispiel Herrenberg von Frau Dr.Claudia Nowak

2. Mai 2018

Die Frauenarbeitsschule wurde 1868 in Reutlingen gegründet. Töchter vom höheren Bürgertum sollten in weiblichen Handarbeiten jeder Art ausgebildet werden.  Für das Leben war es gut, wenn man nähen und flicken konnte. Nach einem Beschluss des Gemeinderats wurde 1902 in Herrenberg diese Schule als städtische Anstalt gegründet. Im Volksmund Knopflochkaserne genannt.  Auf dem Stundenplan stand ab 1942 neben Nähen und Handarbeit auch Hausarbeit mit Waschen und Bügeln. Gartenbau, Rechnen und Buchhaltung erhielt später mit der Zeit immer mehr Bedeutung. Viele junge Frauen kehrten als Lehrerinnen an diese Schulen zurück.

Nachmittagsexkursion zum Thema „Am Brunnen vor dem Tore“ 25. April 2018 mit Alt-BM Kuppler

26. April 2018

Verdeutlicht wurde bei diesem 1 ½ stündigen Gang durch Deckenpfronn die Versorgung der Einwohner in früherer Zeit.

Dazu gab es im Mittelalter auf 20 Hofstellen je einen Brunnen, doch die rasante Entwicklung der Einwohnerzahl von 850 auf 1350 Menschen zwischen 1800 und 1850 zwang zur Bohrung weiterer Brunnen, die jedoch nur dort erfolgreich war, wo die wasserführende Lettenkohleschicht nicht zu tief lag. So wurden im sog. Oberen Dorf, durch den dieser Gang führte, am Kegelplatz der sog. Kegelbrunnen angelegt. Dort führt das frühere „Seewegle“ vorbei, das zum westlichen Ortsrand hinführt. Am tiefsten Punkt des Gebietes Obere Wiesen, das seit 1995 Wohnbauland ist, befanden sich 2 kleine Seen. Und neben dem südlichen  See wurde bereits 1715 der sog. Digeles-Brunnen mit der größten Tiefe von 15 m angelegt.

Nach der Volkssage holte die Hebamme aus diesem tiefen Brunnen die Kinder. Der nach über 300 Jahren noch gut erhaltene Brunnen wurde besichtigt und war bis dahin kaum einem Teilnehmer bekannt. Herr Kuppler rezitierte an diesem Brunnen die von ihm selbst verfasste Sage des sog. „Digelesmannes“, der unfolgsame Kinder in sein Reich lockt und durch Ertrinken tötet. In Deckenpfronn geht immer noch der Spruch um „Wenn du nicht folgst, holt dich der Digelesmann“.

Die beiden Seen wurden im Jahr 1931 mit großem bürgerschaftlichem Einsatz zum Volksschwimmbad umgestaltet und ein Teil dieses  bis 1945 geöffnet gewesenen öffentlichen Bades ist noch heute im Gelände des Sägewerks Aichele erhalten.

Die Teilnehmer erhielten durch die Bereitschaft des Eigentümers Claus Aichele die seltene Gelegenheit, die über dem Restschwimmbad angelegte offene Balustrade zu betreten. Die Teilnehmer wurden von der Familie sogar noch mit Getränken bewirtet.

 

Mit dieser Exkursion sind bei den über 50 Teilnehmern weitere und neue Facetten des ortshistorischen Bewusstseins geprägt worden.  So wurde mit dieser Veranstaltung eine nachwirkende und heimatgeschichtlich fördernde Erfahrung gewonnen. Dabei wurden auch viele Großfotos gezeigt, die den Wandel in der Ortsentwicklung auf diesem Weg in den vergangenen 40 Jahren markierten. In vielen älteren Teilnehmern wurde so die Erinnerung lebendig.

Im Café – Restaurant Felsenburg fand dann noch ein gemütlicher Abschluss statt.

 

LandFrauen besuchen LandFrauen

23. April 2018

Wir besuchten die Leonberger LandFrauen. In Fahrgemeinschaft mit eigenem PKW fuhren wir die kurze Strecke von Rutesheim nach Leonberg-Eltingen. Dort angekommen begrüßte uns Ilse Kerber und wir bestaunten gleich den Eltinger Esel.

Zu Fuß ging es dann durch Eltingen, wir hörten viel von der Geschichte. Die Carl-Schminke-Straße mit ihren stattlichen Fachwerkhäusern wurde einst als „Württembergs schönste Dorfstraße“ gerühmt. Dicht beieinander stehen spätmittelalterliche bis barocke Hakengehöfte entlang der verkehrsberuhigten Straße. Der Namensgeber Carl Schminke war der letzte Bürgermeister der bis 1938 selbständigen Gemeinde.

In der Michaelkirche wurden wir mit einem Orgelspiel empfangen. Das Innere der Michaelskirche ist trotz vieler Verluste verhältnismäßig reich ausgestattet. Hierzu gehören die spätgotische Balkendecke und die wieder entdeckte Ausmahlung aus dem Jahr 1617 Baumeister der Kirche war Peter von Koblenz. Danach ging es zu den LandFrauen wo wir schon sehnlichst erwartet wurden. Erst stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen, ein herrliches Kuchenbufett darf bei so einer Veranstaltung nicht fehlen. Wir liesen uns die herrlichen Kuchen und Torten schmecken, zwischendurch sangen wir immer wieder ein Lied. Zwei LandFrauen spielten einen „Sketch ohne Worte“ aber die Gesten sagten alles. Ein wunderschöner Nachmittag ging zu Ende und wir freuen uns darauf nächstes Jahr die Leonberger LandFrauen bei und begrüßen zu dürfen.

Jahresrückblick und Bildershow

10. April 2018

Bei unserem Jahresrückblick mit Bildershow konnten wir am 9.4.2018 viele Mitglieder begrüßen.

Nach dem gemeinsam passenden gesungenen Lied  „Nun will der Lenz uns grüßen“ wurde der von der Schriftführerin Doris Süsser gefertigte Jahresrückblick, den sie mit einer bunten Bildershow untermalt hatte, im Wechsel von Vorsitzende/Schriftführerin vorgetragen.

Somit konnten die Anwesenden noch einmal das Jahr 2017 Revue passieren lassen. Sie konnten sich dabei noch an viele interessante Aktivitäten erinnern. Besonders schön war der Programm- abschluss  2016/2017 mit einer Fahrt zum Hopfenmuseum in Tettnang und „Sehenswertes“ in Bad Waldsee mit Bernhard Bitterwolf. Die Vorsitzende Gertrud Weber bedankte sich anschließend bei allen Frauen für ihre tatkräftige Mithilfe, insbesondere beim Backen und für die Kuchenspenden.

Der Kassiererin Karin Schneider wurde wie immer nach ihrem Bericht eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

v. links nach rechts: Kassiererin Karin Schneider, Beisitzerin Elke Faißler, Schriftführerin Doris Süsser, Ortsvorsitzende Gertrud Weber, Beisitzerinnen Bettina Sattler und Marianne Luz, stellv. Vorsitzende Marianne Dongus (auf dem Foto fehlt Beisitzerin Renate Paulus)

Danach konnte der stellv. BM Ulrich Lutz die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlasten.

In seiner Ansprache lobte er die LandFrauen insbesondere auch für die Mitwirkung beim Sommerferienprogramm. Außerdem fand er klasse, dass wir unser Durchschnittsalter von 73 Jahren offen legen.

Dann ging es zur Totenehrung und die Bekanntgabe der neuen Mitglieder durch die Vorsitzende. Schließlich wurde noch ein Gedächtnis – Training – Vordruck („Lücken füllen“) verteilt, den alle eifrig ausfüllten.

Das gemeinsam gesungene internationale LandFrauenlied beendete diesen netten Abend.

 

 

 

Bildungsfahrt

5. April 2018

Unsere Bildungsfahrt ging zur Klosterbrauerei nach Alpirsbach und den Vogtsbauernhöfe in Gutach.

In Freudenstadt machten wir eine kurze

Rast mit Brezeln und Kaffee.

 

 

 

Wasser ist die Seele des Bieres und kommt in Alpirsbach gleich aus fünf Quellen, dazu noch Braugerste, feiner, naturbelassener  Aromahopfen und Hefe aus eigener Reinzucht. Mit diesen Zutaten wird bereits in der vierten Generation Bier gebraut. Als Familienbrauerei legt Familie Glauner besonders viel Wert auf hochwertige Rohstoffe. Im Brauereimuseum gab es für uns tiefe Einblicke in die traditionelle Kunst des Bierbrauens. Bei einer Führung erfuhren wir anhand von Exponaten, historischen Maschinen und Werkzeugen ganz anschaulich, wie Brauprozess vonstatten geht und wie sich das Brauwesen im Laufe der Zeit

entwickelt hat.

         

 

 

 

 

Anschließend ging es zur Bierprobe, wir durften von 20 Biersorten zwei verkosten. Im Brauladen gab es Souvenirs vom originellen Biertrinkgefäß über Biershampoo und Hopfenölbad und vieles mehr.In dem historischen Brauereigasthof „Löwen-Post“ waren für uns zum Mittagessen Plätze reserviert.

 

 

 

 

 

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter nach Gutach und das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, dort besichtigten wir den vor 400 Jahren dort gebauten Vogtsbauernhof und den Hippenseppenhof von 1599 der aus Furtwangen-Katzensteig stammt und im Museumsdorf wieder original aufgebaut wurde. Die Ausstattung der Höfe war sehr beeindruckend wie einfach doch die Leute vor ein paar 100 Jahren gelebt haben.

Rechts die

Hofkapelle

 

 

 

Der Spanscheit vor

dem Kachelofen

diente als Lichtquelle

 

Unsere Heimfahrt ging durch das Kinzigtal nach Altensteig, Freudenstadt bis Rutesheim wo wir den Abend beim „Saibeck“ ausklingen ließen.

 

Besuch in Waldenbuch

3. April 2018

Beteiligung von 48 Frauen

Morgens war die Besichtigung vom Schloss Waldenbuch, dessen Grundstein 1650 von Herzog Christoph für ein Jagdschloss gelegt wurde. Die Ausstellung über das Alltagsleben von 1850-1960 wurde uns in einer sehr versierten Führung nahegebracht. Viele erinnerten sich dabei an ihre Kindheit. Vor allem wurde uns vor Augen geführt, dass das Familienleben früher anders ablief, da man sich beim gemeinsamen Essen und am Abend über den Tagesablauf in der Küche austauschte, ohne durch die vielen heutigen Medien abgelenkt zu sein. Die rasante Entwicklung allein der Beleuchtung von der Kerze über Petroleumlampen bis zur elektrischen Beleuchtung war ab 1860 rasant.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen besuchten wir noch das Museum Ritter. Jeder kennt Ritterschokolade: Quadratisch, praktisch, gut! In der Sammlung Ritter sind nur quadratische Werke der konkreten Kunst zu sehen, die sich als Kontrast zu bildhaften Darstellung ( Stillleben oder Portraits) versteht. Die Führerin brachte die einzenen Arbeiten sehr anschaulich rüber. Faszinierend war die Sonderausstellung mit Werken des Stockholmer Künstler Jacob Dalgren geb. 1970. Er verarbeitet nur Gegenstände aus dem täglichen Leben wie Maßbänder, Bleistifte, Dartscheiben und anderes. Für alle war es ein interessantes und lehrreiches Erlebnis.