Leipzig und Umgebung

Leipzig und Umgebung

Am frühen Morgen starteten 43 LandFrauen aus dem Kreis Böblingen nach Leipzig.Unser erster Stopp war auf Manuelas Sonnenhof in Wonfurt. Gestärkt fuhren wir weiter nach Chemnitz und besichtigten das Industriemuseum. Das Industriemuseum ist eine umfangreiche Sammlung der sächsischen Industriegeschichte. Seit rund 220 Jahren schlägt das industrielle Herz Sachsens in Chemnitz. Arbeiter, Ingenieure, Techniker waren es, die mit ihren Ideen und ihrem Fortschrittsglauben dieses Herz zum Schlagen brachten. Die Wende verhinderte die bereits vorbereitete Sprengung der Industrieanlage. Stattdessen beschloss der Chemnitzer Stadtrat 1996, dort ein zentrales Industriemuseum einzurichten.

Weiter ging es nach Leipzig, unserem Standort für die nächsten Tage. Bei einer Führung lernten wir die Stadt und Umgebung kennen.

Wir besichtigten den Bergbau- und Technikpark wo bis zur Wende Braunkohle im Tageabbau abgebaut wurde. Dies geschah mit imposanten Großmaschinen die dort ausgestellt sind. Viele Orte mussten weichen und Menschen wurden umgesiedelt. Noch ist der Bergbau spürbar und nicht alle Flächen zugänglich – die bewachsenen ehemaligen Tagebauinnenkippen am Südufer erscheinen aber bereits wie natürliche Hügelketten. Offenlandschaften wechseln sich ab mit Wäldern, versteckten Wasserflächen und Wiesen. Es sind Seen entstanden für Wasser-, Trend- und Freizeitsportler.

Über die Straße der Romanik fuhren wir nach Naumburg.

Der Naumburger Dom St. Peter und Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters.

In Freyburg Unstrut lernten wir die Sektkellerei „Rotkäppchen“ kennen. Natürlich durften wir den Sekt auch probieren.Am Abend haben wir uns mit Pfarrer Wonneberger getroffen. Er war Initiator der Friedensgebete und berichtet wie es vor 30 Jahren war. Danach ging es in den Auerbachs Keller zum Abendessen. Nicht nur wir LandFrauen sondern auch Martin Luther hat hier schon gegessen.

Unser nächstes Ziel war Merseburg, eine der ältesten Städte im mitteldeutschen Raum: Im 10. Jahrhundert wurde Merseburg zur Königspfalz erhoben. Von der Gründung des Bistums Merseburg im Jahre 968 durch König Otto I. bis zur Reformationszeit war Merseburg ein bedeutendes religiöses Zentrum. Von 1656 bis 1738 war Merseburg Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Merseburg und von 1815 bis 1933 Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks der preußischen Provinz Sachsen.

Am Nachmittag besichtigten wir die Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach und des weltweit bekannten Thomanerchores, die Thomaskirche.

Vor Antritt der Heimreise machten wir einen Streifzug durch das architektonisch spannende Haus des international gefeierten Gewandhausorchesters. Wir sahen die prächtige Orgel, erfuhren Details zur fantastischen Akustik und entdeckten in den Foyers nicht nur die größte zeitgenössische Deckenmalerei Europas, sondern auch Plastiken.

Nun heißt es Abschied nehmen von Leipzig und seiner Umgebung.

Bevor wir wieder im Raum Böblingen ankamen stärkten wir uns auf dem „Bauernhof für alle Sinne“ bei Martha Blumenstock.

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