Menschen und deren Kultur in Kamerun

Louis Lefang und seine Ehefrau gaben uns am 29.01.2020 im „Alten Rathaus“ Einblicke in das Leben ihrer Heimat in Kamerun. Kamerun war von 1884 bis 1919 feutsche Kolonie. Seit fast 36 Jahren ist Kameruns Präsident Paul Biya bereits an der Macht. Nun wurde der 85-Jährige für weitere sieben Jahre im Amt vereidigt. Offiziell ist Kamerun zwar eine Mehrparteiendemokratie, doch de facto handelt es sich um einen Einparteienstaat, der von der Regierungspartei kontrolliert wird. Korruption ist überall an der Tagesordnung. Ohne Bestechung geht überhaupt nichts. Wo bleiben die Armen? Wo bleibt die Gerechtigkeit, so fragt man sich. Familie Lefang ist unglücklich über diese Zustände und kämpft für Veränderung soweit es ihnen möglich ist.

Amtssprachen sind Französisch (rund 80 % der Bevölkerung, im Norden) und Englisch (ca. 20 % der Bevölkerung, im Süden). Das Land ist reich an Bodenschätzen. Zu den natürlichen Ressourcen des Landes gehören unter anderem Erdöl, Bauxit, Eisenerz, Gold und Diamanten. Kamerun ist um ein Drittel größer als die Bundesrepublik Deutschland und grenzt an den Atlantik, ist fruchtbar, hat Berge, Seen und Flüsse, einen riesigen Regenwald und die Savanne.

Frau Lefang hat uns aus Kamerun getrocknete Früchte vom Baobab Baum mitgebracht die in Kamerun als Lebensmittel und zur Herstellung und Süßen von Speisen verwendet werden. Grundnahrungsmittel in Kamerun sind Mais, Hirse, Kochbananen und Reis. Familie Lefang unterstützt einige Bildungseinrichtungen in ihrem Heimatland mit dem Ziel, dass alle eine Chance auf Schule und Ausbildung erhalten und die Kluft zwischen arm und reich kleiner wird. Ein langer und steiniger Weg. Die Anwesenden waren durchweg begeistert vom authentischen Vortrag des Ehepaares.

Unsere Vorsitzende Heidi Morlok bedankte sich mit einem Geschenk bei dem Ehepaar Lefang und wünschte ihnen viel Erfolg mit ihrer Arbeit und einen guten Nachhauseweg.

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