Stuttgarter Frauengeschichten

Böblinger KreisLandFrauenverband im StadtPalais – Museum für Stuttgart

Unter dem Motto „Stuttgarter Frauengeschichten“ besuchten im Januar rund 25 LandFrauen aus dem Kreis Böblingen das StadtPalais in Stuttgart: Der Tag startete mit einem Vortrag von Museumspädagogin Silvia Gebel über das Wilhelmspalais. Es war Wohnsitz des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. und ist seit dem Jahr 2018 das „StadtPalais – Museum für Stuttgart“ mit der Dauerausstellung „Stuttgarter Stadtgeschichte(n)“. Anhand zahlreicher Bilder zeigte sie die Geschichte der früheren Bewohnerinnen und Bewohner, sowie den Bauprozess der letzten Jahre. Das Gebäude wurde komplett entkernt, ehe die Räumlichkeiten des Museums in der historischen Hülle völlig neu aufgebaut wurden.

Im Anschluss führte Silvia Gebel mit besonderem Blick auf die Frauen in den „Stuttgarter Stadtgeschichte(n)“ durch die ständige Ausstellung: in den „Stadtgesprächen“ kommen Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie verteilen sich rund um ein Modell des heutigen Stuttgarts, auf das mittels Beamer Informationen zur Bevölkerung, historischen Entwicklung etc. eingespielt werden. In den Seitenflügeln wird die historische Entwicklung der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert gezeigt.

Nach der Mittagspause vertieften sich die Frauen in kleinere Arbeitsgruppen in die Ausstellung und suchten nach Objekten von besonders beeindruckenden Frauen. Anschließend diskutierten sie darüber in großer Runde. Das Schicksal von starken Frauen, die für ihre Träume einstehen und kämpfen mussten beeindruckte die Seminarteilnehmerinnen sehr. Gestärkt durch einen Kaffee ging es schließlich mit Historikerin Silke Amos in die Innenstadt: in ihrer Führung „Stuttgarter Frauengeschichten” erzählte sie vor historischer Kulisse von Stuttgarter Sängerinnen, Königinnen, Lehrerinnen, Schwestern oder Ehefrauen, die aus dem Schatten der Männerwelt traten. Ein rundum gelungenes Museumsseminar – und da der Eintritt in die Dauerausstellung kostenlos ist, für einige Teilnehmerinnen sicher der Auftakt für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Museum. Autorin: Susanne Zahn-Ulfig

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