Exkursion zum Thema „Auf den Spuren des mittelalterlichen Etterweges“

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – am gestrigen Donnerstagnachmittag konnte nun endlich bei sonnigem Herbstwetter die mehrmals verschobene Exkursion mit unserem Altbürgermeister Winfried Kuppler stattfinden.

Verdeutlicht wurde bei dem 1 ½ – stündigen Durchgang durch Deckenpfronn mit über 40 Teilnehmer*innen, dass die Konturen des mittelalterlichen Ortsbildes in Deckenpfronn wie wohl in keiner anderen Gemeinde zu erkennen sind. Im alten Dorf zog sich bis 1945 eine ca. 1,2 km lange und 1,70 m hohe Ettermauer mit aufgesetzten Steinen um die Häuser. Nicht als Schutzschild gegen feindliche Angriffe, vielmehr als Trennungslinie zwischen den zehntabgabefreien Grundstücken innerhalb und den zehntabgabepflichtigen Grundstücken außerhalb der Mauer.

alle hören gespannt zu….
das letzte Stück der noch vorhandenen Ettermauer

Leider ist nur ein letztes Stück von 50 m  aus dem späten Mittelalter erhalten. Beim Rundgang, bei dem wir auch alle 4 Etter – Tore besichtigten, erklärte uns Winfried Kuppler in humorvoller Weise, gespickt mit lustigen Anekdoten, die Geschichte Deckenpfronns. Diese 4 Tore (Calwer Tor, Jäger Tor, Bohnentor und Unteres Tor) sind durch die Kulturwerkstatt in den zurückliegenden Jahren an den jeweils früheren Standorten neu entstanden.

eines der 4 Tore, das Calwer Tor

Bei vielen älteren Teilnehmer*innen wurden so die vergangenen Erinnerungen wieder lebendig.

endlich können wir wieder nett zusammenkommen…..

In der Pizzeria in Deckenpfronn fand dann noch ein schöner und gemütlicher Abschluss statt.

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