Ein Samenhändlerdorf blüht auf

Das Ziel der Ehninger LandFrauen war diesmal Gönningen, das ehemalige Samenhändlerdorf und die damit verbundene Tulpenblüte. cimg4421kk.JPG

Der Samenhändler Stoll begrüßte unsere Gruppe und führten uns durch seinen Betrieb. Dort gab er uns Tipps für die Aussaat der jeweiligen Samen. Vor Ort konnte auch eingekauft werden. Anschließend ging es mit Herr Stoll auf den Friedhof. Dort erfuhren wir aus erster Hand viel über die Tradition der Samenhändler. Einstmals ehrten sie ihre Verstorbenen indem sie auf die Gräber die schönsten Tulpenzwiebeln, damals eine Rarität und sehr wertvoll, auspflanzten. Im Laufe der Zeit nahmen die Zahl der Samenhändler ab, und der Brauch ging zu Ende.

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Um die Tulpenblüte kümmert sich heute der Verein Gönninger Tulpenblüte und pflanzt auf dem Friedhof und den örtlichen Grünflächen etwa 45 000Blumenzwiebeln aus.

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Anschließend besuchten wir das Samenhändlermuseum im Rathaus.

Die Wurzeln des Gönninger Hausiererhandels liegen über 300 Jahre zurück. Nach dem 30-jährigen Krieg nahm die Bevölkerung zu, und die Erträge reichten nicht aus um alle satt zu bekommen. So entstand der Handel mit Samen später mit Obst, getrocknet als Schnitze. Viele Gönninger brachen auf in die weite Welt. Die Reise ging durch ganz Europa. Auch Amerika wurde bereist. Viele Gönninger gründeten in den europäischen Großstädten und in Amerika eigene Handelsniederlassungen die heute noch existieren. Heute gibt es nur noch wenige familiär geführte Samenhandels – Unternehmen in Gönningen.

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