Marion Gräfin Dönhoff „Ein widerständiges Leben“

Zu diesem Thema hörten wir einen Vortrag von Gertraud Kloha-Zaiser

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Geboren wurde Marion Gräfin Dönhoff im Jahre 1909 in Ostpreußen auf dem Schloss Friedrichstein. Dieses ist schon seit Jahrhunderten im Besitz der Grafen Dönhoff. Erzogen wurde sie von Gouvernanten und als Vorbild hatte sie die größeren Geschwister, nur Nestwärme gab es kaum.

Auf einem Jungengymnasium in Potsdam macht Marion Dönhoff als einziges Mädchen ihr Abitur. Um studieren zu dürfen folgt ein Jahr Haushaltungsschule in der Schweiz – wichtig zur standesgemäßen Führung eines Gutshaushaltes. Ihre Sache ist das aber nicht. Nach einem Volkswirtschaftsstudium erfolgt die Promotion mit „summa cum laude“. Das Thema: „Entstehung und Verwaltung des Dönhoff’schen Familienbesitzes.“

Marion Dönhoff kann damals schon eine Europa-Amerika-Afrikareise machen. Ein fast männlicher Lebensweg!

Während der Nazizeit betätigt sie sich als Kurier für den Kreisauer Kreis.

Nach der Vertreibung und der Flucht nach dem 2. Weltkrieg beginnt Marion Dönhoffs zweites Leben als Journalistin des Hamburger Wochenblattes „Die Zeit“. Sie geht nach New York, nach London und Paris. Zur „Zeit“ zurückgekehrt wird sie später Chefradakteurin und 1973 sogar Herausgeberin der Zeitung.

Sie war eine weltläufige, sozial eingestellte, unermüdlich tätige Frau. Ihr standen fast alle Türen offen.

Marion Dönhoff starb 2002 im hohen Alter von 92 Jahren, geehrt mit vielen Preisen, Ehrendoktorwürden und der Ehrenbürgerschaft der Hansestadt Hamburg.

Ein Mädchengymnasium in Nikolaiken in Polen trägt sogar ihren Namen.

 

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