Historische Ölmühle in Illingen

Technisches Kulturdenkmal und Erzeuger heimischer Produkte.
Breite Lederriemen surren unter der Decke, schwere Mahlsteine rumpeln – im Produktionsraum der Historischen Ölmühle in Illingen fühlt man sich gut und gerne um hundert Jahre zurückversetzt. Nach fast vierzigjährigem Dornröschenschlaf erwachte im Jahr 2002 dieses technische Kulturdenkmal zu neuem

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Leben und erfährt seitdem stetig wachsenden Zuspruch. Der besondere Reiz besteht darin, dass die Mühle quasi ein lebendiges Museum darstellt: Mit dem Originalinventar aus dem Jahr 1904 werden hier wie eh und je Speiseöle bester Qualität produziert.
Seit sechs Generationen widmet sich die Familie Krauth der Ölgewinnung, wobei die Herstellung von Walnussöl einen besonderen Stellenwert einnimmt. Zahlreiche Kunden aus der gesamten Region und auch aus größerer Entfernung nutzen das nahezu einzigartige Angebot, aus den eigenen Nusskernen im traditionellen Kaltpressverfahren ein gleichermaßen delikates wie auch gesundes Öl produzieren zu lassen. Die Zufriedenheit der Lieferanten ist deshalb besonders groß, weil sie in der Illinger Mühle – dank separater Verarbeitung der Kleinmengen – garantiert das Öl aus den von Ihnen gelieferten Nüsse erhalten. Vor der Ölgewinnung müssen die Kunden jedoch etliche Stunden Walnüsse knacken und auspuhlen, denn die Familie Krauth verarbeitet der Qualität wegen ausschließlich die schalenlosen Kerne.

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Am Ende entschädigt aber die enorme Ausbeute von etwa acht Litern Nussöl aus zwölf Kilo Kernen für die mühsame Kleinarbeit!      Delikat, gesund und regional !
Doch auch für Kunden ohne eigene Rohware lohnt sich ein Besuch in Illingen: Im mühleneigenen Lädle werden die naturbelassenen Öle aus regionaler Herkunft wie vor allem Walnuss- oder Leinöl zum Verkauf angeboten. In jüngerer Zeit feiert auch das schmackhafte Mohnöl aus heimischem Anbau, das wegen des möglichen Drogenmissbrauchs von Schlafmohn jahrzehntelang nicht erhältlich war, eine kleine Wiedergeburt. Ergänzt wird das Sortiment z. B. durch hochwertiges Rapsöl sowie Olivenöl aus der Toskana und Kürbiskernöl aus der Steiermark.
Große Resonanz erfährt auch das Besucherprogramm für Kleingruppen, das neben Speis und Trank eine Öelverkostung, die Demonstration der historischen Produktionsanlage sowie Wissenswertes rund um kaltgepresste Öle und gesundheitsbewusste Ernährung umfasst.

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Als Geheimtipp hat sich der Besuch in der Ölmühle Illingen am Samstagvormittag erwiesen –
fast das ganze Jahr hindurch kann man zwischen 9.00 und 12.00 Uhr eine Einblick in die historische Ölherstellung gewinnen und dem Ölmüller über die Schulter schauen.

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