Deutscher LandFrauentag in Oldenburg

Selbstbewußt, weltoffen und zukunftsorientiert präsentierten sich 5000 LandFrauen aus ganz Deutschland in der Oldenburger Weser-Emsland-Halle beim Deutschen LandFrauentag 2012.

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Sie bezeichneten es als schlimmes Übel, dass jeder Deutsche durchschnittlich 80 kg Lebensmittel pro Jahr auf den Müll wirft. Eine Wiederholung des guten alten Fachs „Hauswirtschaft“ wäre kein Schritt in die romantisch verklärte Vergangenheit, sondern ein vernünftiger Vorschlag von Menschen, die wissen wie Familien-Management funktioniert, so das Fazit einer Diskussionsrunde mit der niedersächsischen Sozial-ministerin Aygül Ötzkan,

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der Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg und der Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes Brigitte Scherb. Bemerkenswert ist, die LandFrauen belassen es nicht bei der Forderung, sondern arbeiten konkret mit einer Universität an diesem Thema. Die Ernährungswissenschaftlerin  Hanni Rützler zeigte in ihrem mitreißenden Vortrag „Die Zukunft von Essen und Genuß“ neue Sichtweisen zu gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen in der Eßkultur und Ernährungswissenschaft.

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40 LandFrauen aus dem Kreis Böblingen waren Teilnehmerinnen dieser Veranstaltung. Sie nutzten die Reise, um Sehenswürdigkeiten dieser Region kennenzulernen. Auf der Burg Hülshoff begegneten sie Annette Droste-Hülshoff, die in ihrem Kostüm und Frisur aus der Biedermeierzeit von ihrem Elternhaus und Leben erzählte.

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Das Ammerland, nordwestlich von Oldenburg, ist geprägt durch Moor-, Geest- und Marschgebiete, sehr alten Rhododendrenparks und einer Fülle von Baumschulen. Mittendrin liegt das Gelände der Gartenschau von 2002 mit seinen 40 Themengärten.

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150 Jahre Auswanderungsgeschichte erlebten die Besucherinen im Auswanderermuseum in Bremerhaven an einem historischen Standort. Es liegt direkt am Neuen Hafen, der 1852 eröffnet wurde und von dem bis 1890 knapp 1,2 Millionen Menschen in die Neue Welt aufbrachen. Im Museum kommt modernste Technologie zum Einsatz, ein iCard ist der Schlüssel, mit der sich die Reise durch die Zeit erschließt. Das Zitat im Auswandererhaus:: „Ein- und Auswanderung braucht beides: Mut und Zuversicht zur Entbehrung“ macht deutlich, was Ein- und Auswanderer belastet.

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