„Alles hat seine Zeit“

k-rimg1568.JPGLeben hat seine Zeit, Sterben hat seine Zeit, Trauern hat seine Zeit…

zu diesem beeindruckenden Vortrag hatten wir die Hospiz-Referentin – Fr. Gabriele Reichle eingeladen.

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Frau Reichle ist seit zwölf Jahren im Leonberger Hospiz tätig. Zuvor hatte sie in Renningen in der Sitzwache begonnen.

Die Referentin begrüßte die Rutesheimer LandFrauen und die Gäste , und bedankte sich sich für die große Verbundenheit unseres Vereines zu dem Hospiz.

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Das stationäre Hospiz in Leonberg besteht nunmehr seit 20 Jahren, das ambulante Hospiz seit 13 Jahren. Frau Reichle hatte uns mit vielen beeindruckenden Bildern das im Frühjahr 2012 neu eröffnete Hospiz vorgestellt.

Das Motto vom neuen Hospiz:

„GEBORGENHEIT HAT EIN NEUES ZUHAUSE“

DER MENSCH SOLL NICHT DURCH DIE HAND DES MENSCHEN STERBEN, SONDERN AN DER HAND.

Hospiz – ein treffender Name für eine Bewegung, die es sich zur Aufgabe gestellt hat Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörigen in ihren schwersten Stunden zu begleiten. Das stationäre Hospiz in Leonberg ist keine Pflegeheim oder gar Krankenhaus. Nein, es ist ein ERSATZ-ZUHAUSE, in dem die Kranken die Möglichkeit haben, in Würde Abschied vom Leben zu nehmen. Es ist eine Alternative für Patienten am Lebensende, die aus verschiedenen Gründen zu Hause nicht mehr versorgt werden können, und spezielle medizinische Pflege und Betreuung benötigen. Die Patienten werden Gäste, oder auch Bewohner genannt. Sie und ihre Angehörigen können dort zur Ruhe kommen, und vielleicht sogar ein bisschen Normalität leben. Lebensbedrohende Krankheiten stehen nicht immer im Mittelpunkt. Die Angehörigen sind immer willkommen, die auch an den Mahlzeiten teilnehmen, und im Hospiz übernachten können. Wenn ein Bewohner einen besonderen Wunsch zu den Mahlzeiten hat, wird dieser erfüllt.

Der Aufenthalt im Hospiz ist für die Patienten über die bestehende Kranken- und Pflegeversicherung abgedeckt. Darüber hinausgehende Aufwände werden durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und ehrenamtliche Mitarbeiter finanziert. Von den Angehörigen darf kein Geld erbittet werden. Pro Tag und Patient fehlen im Schnitt ca. 100 Euro.Die regelmäßige ärztliche Versorgung ist durch den Rutesheimer Hospizarzt Dr. Dietmar Epple gewährleistet.

Vor einiger Zeit begleitete der junge Filmemacher Maximilian Haslberger von der Filmakademie Ludwigsburg,  einen Bewohner des Stationären  Hospiz Leonberger über einen Zeitraum von fünf Monaten, und daraus entstand der beeindruckende Film

– „DAS LETZTE KAPITEL“

Unsere 1. Vorsitzende Annelie Licht bedankte sich mit bewegter Stimme bei Frau Reichle für diesen überaus interessanten Vortag mit einem Blumengruß.

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