„Frisch auf den Müll“

Zu einer Film-Reportage von Valentin Thurn hatten wir die Bildungsreferentin Fr. Dr. Beate Arman vom Bildungs-und Sozialwerk des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V. eingeladen.

Erschreckend war zu sehen was tagtäglich an Lebensmittel im Müll landet. Viele Konsumenten erwarten fünf Minuten vor Ladenschluss noch frisches Brot oder Gebäck.  Jährlich landen für ca. 20 Millionen Euro Lebensmittel im Abfall. Containerweise wird Brot entsorgt, 500.000 Tonnen Brotabfall im Jahr.  Unvorstellbar. Und dann müssen Menschen an Hunger sterben.  Wie kommt es zu dieser sinnlosen Verschwendung? Dahin führen mehrere Wege. Da ist zum Beispiel die Produktion. Hier gibt es Normgrößen bei Obst und Gemüse. Liegen diese außerhalb der Norm, dann muss entsorgt werden. Dann der Supermarkt: da werden die Produkte aussortiert, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum zwei Tage vor dem Ablauf aus dem Sortiment genommen werden muss. Oder auch das Obst und Gemüse nicht mehr ganz so frisch aussieht, wie der Verbraucher es wünscht. Und auch bei uns zu Hause. Viele Verbraucher werfen Lebensmittel weg, weil vielleicht zu viel gekauft wurde, oder das Gekaufte nun doch nicht so ganz nach dem Geschmack ist. Wie man sieht landet nicht nur  Verdorbenes auf dem Müll.  

Mindesthaltbarkeitsdatum heißt nicht – Verfalldatum,

viele Lebensmittel sind noch länger haltbar als das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum.

Wir sollten vermeiden Essen wegzuwerfen. Das sind wir doch den Menschen, die unter großer Hungersnot leiden, schuldig. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln ist unumgänglich.

LEBENSMITTEL SIND SEHR WERTVOLL

Im Anschluss an diesen beeindruckenden Film gab es noch eine rege Diskussionsrunde. War man doch sehr schockiert zu sehen, was an Lebensmitteln entsorgt wird.

Als Dankeschön für diesen Vortrag überreichte unsere 1. Vorsitzende an Fr. Dr. Arman einen Frühlingsblumengruß.rimg1765-4.JPG

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