Halbtagesfahrt nach Schorndorf

Am Dienstag, 01.10.2013, fuhren wir mit dem Bus ins Remstal nach Schorndorf. Unser erstes Ziel war die Senfmanufaktur Maier. Vor Betreten der Produktionsräume mussten wir aus hygienischen Gründen eine Haube aufsetzen.

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Nach einem Begrüßungslikör erzählte uns Frau Carola Maier die jahrtausendealte Geschichte des Senfes, Wissenswertes über die Herstellung und die Verwendung als Genuss- und Heilmittel. Es gibt 100 Senfsorten. Maier’s Manufaktur stellt rd. 25 verschiedene Sorten nach überlieferten Rezepten mit frischen regionalen Zutaten her. Es werden keine künstlichen Aromen und Konservierungsstoffe verwendet. Zum Schutz des wertvollen Senföls werden die Senfkörner erst kurz vor der Weiterverarbeitung geschrotet. Wir konnten zusehen, wie aus gelben und schwarzen Senfkörnern, hellem und dunklem Balsamico-Essig, Wasser, Tafelsalz und Blütenhonig der Balsamico-Senf entsteht. Genießbar ist er erst nach Reifung in 6 – 10 Wochen. Senf tötet Bakterien ab und regt die Verdauung an. Senfmehl eignet sich als Fußbad oder als Brustwickel.

Zum Schluss durften wir die Senfspezialitäten, Dips mit Kräutermischungen sowie verschiedene Liköre probieren. Für jeden Geschmack war etwas dabei und so verließen wir die kleine Manufaktur mit vollen Einkaufstüten.

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Gut gestärkt ging es nach dem Mittagessen in zwei Gruppen zur historischen Stadtführung. Begonnen haben wir unseren Rundgang in der Höllgasse. Hier wurde 1934 Gottlieb Daimler geboren. Sein Geburtshaus wird heute als Museum genutzt. Zu Schorndorfs bekannten Menschen zählen auch Barbara Künkelin, die im 17. Jahrhundert zum Widerstand gegen die Plünderung der Stadt aufgerufen hat, und Reinhold Maier, der erste Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Weitere sehenswerte Stationen waren: Unterer Marktplatz, Hetzelgasse mit dem schmalen Haus,

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Kirche, asymmetrisches Haus auf Stadtmauer, Wehrtürme, oberer Marktplatz. An der Rückwand vom Rathaus erinnert ein Mosaik an die „Weiber von Schorndorf“. Die historische Altstadt, der Marktplatz mit Marktbrunnen und die zahlreichen Fachwerkhäuser zählen zu Recht zu den schönsten Deutschlands. Mehr als 300 Jahre lang war Schorndorf von einer massiven Wallanlage umschlossen. Östlich vom Marktplatz steht das von Herzog Ulrich erbaute Burgschloss, das Eckpfeiler der damaligen Festung war. In der ehemaligen Handelsstraße endete die interessante und informative Führung.

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Mit vielen schönen Eindrücken fuhren wir nach einer Kaffeepause zurück nach Leonberg.

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