Streitbare Anwältin Seyran Ates

Über diese mutige Frau berichtete Frau Renate Wonneberger am 29.01.2014 im Ev. Gemeindehaus in Eltingen. Unsere Referentin hat nach Beendigung ihrer Lehrertätigkeit jetzt Zeit für großartige Menschen, die sie anderen vorstellt, so heute die deutsche Türkin Seyran Ates.

Seyran Ates wurde in der Türkei geboren und kam mit sechs Jahren nach Deutschland. Ihre Eltern gehörten zur ersten Generation der Gastarbeiter. Mit 17 Jahren verließ Seyran Ates heimlich ihr Elternhaus. Sie wollte Abitur machen, Jura studieren, ihre Eltern waren dagegen.

Nach dem Studium begann sie sich für die Rechte von Musliminnen zu engagieren. Heute hilft sie unterdrückten Frauen, viele haben einen türkischen oder kurdischen Hintergrund. In vielen Familien herrscht noch heute das Patriarchat. Das Kopftuch ist mehr als ein religiöses Symbol, es zeigt die Unterwerfung der Frau.

Seyran Ates nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie hat Bücher geschrieben wie „Große Reise ins Feuer“, die Geschichte einer deutschen Türkin, oder „Der Multi-Kulti Irrtum“, wie wir in Deutschland besser zusammenleben können. Mit dem Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“ erregte sie noch mehr Aufsehen. Nach dieser Streitschrift musste sie untertauchen.

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Ein Attentat 1984 überlebte sie schwer verletzt. Sie hat gelernt mit der Bedrohung zu leben und die Angst auszuhalten. Wegen ihres Engagements für Integration und Gleichberechtigung erhielt sie 2007 das Bundesverdienstkreuz.

Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Frau Wonneberger gerne noch die Fragen der LandFrauen.

Als Dankeschön für diese interessanten Ausführungen überreichte ihr Marga Doll einen Blumenstrauß.

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