Vorbei an Lilie, Kelch und Abtsstab

Der Wettergott hat es wieder einmal gut mit uns gemeint. Nach einem regnerischen Vormittag starteten am vergangenen Freitagnachmittag 28 Interessierte vom Rathaus aus mit unserem Altbürgermeister Winfried Kuppler zu einer weiteren Erkundung unserer Markungsgrenze.

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Wir wanderten über die „Barde“ (der Gewandname stammt von Helebarde) zum Gedenkkreuz am Schömbergweg. Dort erinnerte uns Herr Kuppler an einen heißen Sommertag des Jahres 1253, an diesem der Graf von Hohenberg vom Blitz getroffen wurde und tot zu Boden fiel. Weiter ging es dann ein Stück entlang der B 296, um auf die Markungsgrenze Oberjesingen zu stoßen.

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Immer wieder tauchten Grenzmarksteine auf, die leider nur nüchtern und ohne jeden Schmuck sind. Dort finden wir die Oberjesinger Lilie als Ortswappenzeichen. Zudem hatten wir einen wunderbaren herrlichen und klaren Blick zur Alb von der Stiftskirche Herrenberg zur Wurmlinger Kappelle, Mössinger Bergrutsch bis hin zum Hohenzollern.

Später ging es auf der Höhe des Schömbergs hinunter zum Rotwald, wo die Markungen Oberjesingen, Gärtringen und Deckenpfronn zusammentreffen (Dreiländereck). Nach der Überquerung der ausgebauten Straße Richtung Gärtringen entlang des wiesenumsäumten Waldtraufes entdeckten wir im Dickicht einige gut erhaltene Grenzsteine, in denen das einfache und teilweise verkehrt geschriebene Deckenpfronner „D“ steht, auf der anderen Seite dann der Kelch, das Fleckenzeichen von Gärtringen, erstmals 1682 erwähnt. 1820 kam  als Wappensymbol die Adlerklaue hinzu, die auf den Marksteinen mit 3 Strichen gekennzeichnet ist. Alle Steine, auf denen für Gärtringen nur das einfache „G“ verzeichnet ist, lassen auf ein Alter im 17. Jahrhundert schließen.

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Schließlich marschierten wir über die Rote Halde, das Bremel und die Lüsse ins Dorf zurück. Verstärkt mit einem vertieften Wissen über unsere Markung kehrten wir nach unserer fast 3-stündigen Tour mit einer Länge von nahezu 8 km  in der Pizzeria zu einem gemütlichen Abschluss ein.

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