Besuch der Landesausstellung „Oskar Schlemmer, Visionen einer neuen Welt“

Die Landesausstellung in der Staatsgalerie in Stuttgart war am Donnerstag, 15.01.2015 das Ziel.

Oskar Schlemmer (1888-1943) ist mit einer der vielseitigsten und wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Seine Werke sind zeitgenössische und von der Bauhausgruppe um Walter Gropius geprägt. Schlemmers Vision ist nach den Erfahrungen des 1. Weltkriegs auf ein befreites, lichtes Dasein ausgerichtet. In seinen Gemälden, Figuren und Architektur sucht er die harmonisch zu verbinden, quasi ein ideales Lebensgefühl.

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Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist die berühmte Bauhaustreppe (1932), in dem ein Fenster im Hintergrund die Helle betont.

„Kunst macht die Welt heller und schöner.“ 

Dieses Helle, Lichte verschwindet nach dem Malverbot unter den Nazis. Die melancholischen Farben blau und violett zeigen dieses Empfinden des Nicht-malen-dürfens sehr anschaulich.

Außergewöhnlich sind auch die 7 original erhaltenen Kostüme des Triadischen Balletts. Von den ursprünglich 18 Kostümen existieren noch 9, davon sind 2 im Besitz der Erben, deren gesamter Besitz noch nie gezeigt wurde und wohl (leider) auch nicht so schnell gezeigt wird.

Schlemmer selbst agierte in diesem von ihm erschaffenen Ballett im „türkischen“ Kostüm.

Es waren stets nur 3 Figuren auf der Bühne und dieser „Tanz der Dreiheit“ wurde 1922 in Stuttgart uraufgeführt.

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Frau Will brachte uns das Leben und Schaffen Schlemmers in der sehr interessanten und lebendigen Führung nahe.

Es war ein erfüllter und interessanter Nachmittag.

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