LandFrauen auf Reisen

An einem sonnigen Sonntagmorgen im September starteten 43 Frauen aus dem Kreis Böblingen zu einer fünftägigen Fahrt ins Berchtesgadener Land. Bad Reichenhall war das erste Ziel. Hier faszinierte bei einem Spaziergang auf historischen Spuren die Geschichte des Salzes; einst das weiße Gold genannt. Der königliche Kurgarten mit seinem Freiluftinhalatorium machte glaubhaft, dass alles vom edlen Heilmittel Alpensalz und Alpensole bestimmt wird.

 

 

 

 

 

 

Zu sehen, wo das Salz gefördert wird, war das Thema des zweiten Tages. „Glück auf“ wünschte der Bergmann bei der Einfahrt mit der Grubenbahn 650 m tief in den Berg hinein. Zünftig in der Kleidung der Bergleute ging es auf Holzrutschen bergab. Von der Siedepfanne bis zur Thermokompressionsanlage, Fortschritt und Technik in der 500-jährigen Geschichte wurden sehr deutlich.

 

 

 

 

 

 

Gestärkt mit einer Weißwurst-Brotzeit war die anschließende Bootsfahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä erholsam. Mitten auf dem See blies ein Trompeter Melodien und erklärte, warum in dieser Bergwelt das Echo so klar und deutlich zurückkommt.

Bei der Stadtführung in Bad Berchtesgaden grüßte der Watzmann in der Ferne. Das Berchtesgadener Land war bis 1803 ein eigenständiges Fürstentum, das Grenzgebiet war von der Natur gegeben, erklärte die Stadtführerin.

 

 

 

 

 

 

Eine besondere Bedeutung hat in der Region das Dokumentationszentrum Obersalzberg. Es wurde 1999 eröffnet und verbindet am historischen Ort die Geschichte des Obersalzberges als Führersperrgebiet mit der gesamten Geschichte des Nationalsozialismus. Das Kehlsteinhaus in 1834 m Höhe schenkte die NSDAP Hitler zu seinem 50. Geburtstag. In rasanter Fahrt ging es 6 km mit Spezialbussen von Obersalzberg nach oben. Eine herrliche Bergwelt, strahlend blauer Himmel, welch ein Glück.

Was „echte“ Mozartkugeln sind, zeigten neben einer interessanten Stadtführung in Salzburg die Gästeführerinnen. Die Gartenanlage von Schloss Mirabell, die Gerbergasse, Mozarts Geburtshaus und der Dom sind besondere Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Das Jagdschloss Hellbrunn ist berühmt durch seine Wasserspiele, die aus der Bauzeit vor 400 Jahren stammen und noch funktionieren.

 

 

 

 

 

 

Das Milchwerk „Berchtesgadener Land“ stellt Milchprodukte mit echter Herkunftsgarantie her. Es ist eine Genossenschaft der Erzeuger. Mit quellfrischem Wasser, seltenen Gräsern, Kräutern und kräftigem Almheu für ihre Kühe werben die Bergbauern und garantieren höchsten Genuss. Die Besucherinnen überzeugte nach einem Rundgang bei der Verkostung diese Aussage.

Mit regionalen Produkten wirbt der Bauernmarkt Dasing. Welchen Mut vor 20 Jahren einige Bauern hatten und welche Schwierigkeiten bewältigt werden mussten, erzählte einer der Gründer. Heute ist es ein florierender Markt und die LandFrauen genossen beim letzten Halt leckeres Essen und guten Kuchen.

Was wäre eine Autobahn ohne Stau. Vor Ulm war er angesagt und der Busfahrer reagierte und fuhr auf der Landstraße über die herbstliche Alb. Damit ging eine erlebnisreise Reise zu Ende und es bleiben Erinnerungen an schöne Orte.

 

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