100 Jahre Frauenwahlrecht – die Anfänge in Württemberg

100 Jahre Frauenwahlrecht –  die Anfänge in Württemberg

Vor 100 Jahren trat das Frauenwahlrecht in Deutschland in Kraft

Die Frauengeschichtswerkstatt hat mit ihrer Vorsitzenden Claudia Nowak-Walz und drei weiteren Referentinnen am 13. November einen interessanten Vortrag zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ im „Alten Rathaus“ in Mötzingen gehalten.

Angela Merkel ist seit 13 Jahren Kanzlerin. Vor über 100 Jahren wäre das undenkbar gewesen, sie hätte als Frau nicht einmal wählen dürfen. 1918 änderte sich das – am 30. November trat das Frauenwahlrecht in Kraft. Seither haben die Deutschen Frauen das aktive und passive Wahlrecht.

Wählt Alle! Auch ihr Frauen im Gäu- und Ammertal“.
Der Aufruf im Gäubote vom 7. Januar 1919 markiert eine politische Zeitenwende. In Sindelfingen veranstalteten die SPD und die DDP (die Vorgängerpartei der heutigen FDP) spezielle Veranstaltungen für Frauen mit den Rednerinnen Anna Blos bzw. Maria Keinath. Beide Veranstaltungen zielten darauf ab, Frauen über das Wahlrecht aufzuklären und zugleich als Wählerinnen zu werben.

Aufmerksame Zuhörer

Der Wahlausschuss des Württembergischen Bauernbundes (eine eher konservative Partei) lud am 5. und 6. Januar 1919 in Ober- und Unterjettingen, Mötzingen und Bondorfzu „Wählerinnenversammlungen“ ein.  Am 19.1.1919 gingen 82 Prozent der Frauen in Deutschland zur Wahl, 37 Frauen zogen ins Parlament, eine Quote von 9 Prozent. Seither hat sich vieles verändert. Heute liegt der Frauenanteil im Bundestag bei ca. 32%

Unsere Vorsitzende Heidi Morlok, bedankte sich bei den Referentinnen mit einem Geschenk und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

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