Muttertagsausflug

Pünktlich um 8.00 Uhr war Abfahrt im vollbesetzten Bus und zusätzlich ist Christa mit 4 Landfrauen mit ihrem PKW gefahren. Alle waren gespannt, wo die „Fahrt ins Blaue“ hingehen wird. Edith hat uns stückchenweise die Fahrtrichtung bekanntgegeben: Karlsruhe – Bruchsal nach Forst in Nordbaden zu dem bekanntesten und trationsreichen Spargel- und Erdbeeranbaugebiet der Firma Böser. Die Spargelsaison dauert von Anfang April bis Ende Juni. Die meisten Erntearbeiten werden von zuverlässigen Saisonkräften aus Polen und Kroatien erledigt. Davon sind 90% Frauen, die zuverlässiger und ausdauernder arbeiten können. Sie erhalten 1200,– bis 1600,– Euro, Kost und Logis ist frei, krankenversichern müssen die sich selbst. Es wird größten Wert auf Frische gelegt. Deshalb wird der geerntete Spargel sofort vorgekühlt, gewaschen und abgeschnitten. Nach Form, Stärke und Farbe sortiert, gelangt er so schnell wir möglich in den Verkauf.Spargel stechen ist pure Handarbeit, das den etwas höheren Preis rechtfertigt. Zur Mittagszeit konnten wir im Zelt „Wellnes für den Gaumen“ in allen Varianten genießen.

Nachmittags ging die Fahrt weiter nach Kraichtal-Gochsheim ins Deutsche Zuckerbäckermuseum und ins Badische Bäckereimuseum.

Zuckerwerk war ein Luxusgebäck. Ab 1650 wurden in der Zuckerbäckerei auf vielerlei Weise Zuckerwerk hergestell. Ca. 700 Model konnten wir bestaunen für Lebkuchen, Spekulatius, Springerle, Bonbon, Krokanteier und vieles mehr. Durch die Herstellung von Rübenzucker im 19. Jahrhundert wurde der Kauf von Zuckerwerk erst für jedermann erschwinglich. Kaiser Karl V. brachte die Kakaobohne von Südamerika mit. Sie galt als Heilmittel. Ende des 18. Jahrhundert setzte die Mechanisierung der Schokoladeherstellung ein, so dass auch hier der Kauf für viele erschwinglich wurde. Im Gemeindebackhaus von 1886 ist das Bäckereimuseum untergebracht, das allerdings 100 Jahre als Armenhaus benutz wurde. Hier können sämtliche Gerätschaften, die man beim Backen benötigt, bescichtigt werden – wie Mehlsiebe, Brotkörbe, Weckmehlmaschine, Getreidemühle, Brötchenportionierer, Sachausklopfmaschine (Säcke wurden nicht gewaschen, nur ausgeklopft), Laugenapparat, Brotschneidemaschine……

Bei Kaffee und Kuchen im Gewölbekeller in Gochsheim ließen wir uns es nochmals gut schmecken.

Es war ein schöner, interessanter, lehrreicher Tag, das konnte man an den zufriedenen Gesichtern unserer Frauen sehen.

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