Das bewegte Leben der Maria Andreä (1550 – 1632)

Zu diesem interessanten Thema über die Stationen und Rollen einer Tochter Herrenbergs war die Frauengeschichtswerkstatt mit Frau Dr. Claudia Nowak-Walz und vier weiteren Frauen bei uns am vergangenen Montagabend zu Gast.

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Maria Moser, verheiratete Andreä, war eine bemerkenswerte Frau. Als Pfarrfrau, Mutter, Hofapothekerin, Wohltäterin wirkte sie unter anderem in Herrenberg, Tübingen, Leonberg und Calw. Ihre Mutter starb, als sie 9 Jahre alt war. Sie wurde von der Großmutter Katharina Hiller erzogen. 1576 heiratete sie Johannes Andreä. Dieser starb bereits im Jahr 1601 und Maria Andreä war in großer Sorge um ihre 5 Kinder.

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Der Vortrag wurde mit lustigen Spielszenen, die die 5 Damen in historischer Kleidung vorführten, spannend aufgelockert. Es wurde eine Szene aus dem Alltag der Hofapotheke der Herzogin Sibylla dargestellt. Hier entdeckte Maria Andreä, dass die Leute bei Hofe viel zu viel Medizin, vor allem die süßen Morsellen, verbrauchen. Diese sind mit Honig, Anis, Zimt und teuren Gewürzen hergestellt und werden wie Süßigkeiten eingenommen. Zum Schluss der Szene meinte sie resolut: „Wenn noch einer kommt und süße Morsellen haben will,  wird dieser ungespitzt in den Boden gehauen“.

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Maria Andreä starb nach ihrem bewegten Leben im Alter von 81 Jahren in Calw. Dort wurde großer Anteil an ihrem Tod genommen.

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Ihr Lieblingssohn Johann Valentin Andreä (Theologe, Schriftsteller und Mathematiker) ist der Namenspatron des Herrenberger Andreae-Gymnasiums. Von diesem existiert im Gegensatz zu seiner Mutter ein Bild.

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An diesem Abend waren wir alle ausnahmslos beeindruckt und begeistert von den Damen der Frauengeschichtswerkstatt, die uns das Leben der Maria Andreä, deren Ruf als Mutter der Armen und Wohltäterin sie ihr ganzes Leben begleitete, in spannender und humorvoller Weise nahe gebracht haben.

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