16. Mai 2023 - Beiträge - Allgemein - Leonberg - Autor*in

Schokolade aus Stuttgart – die zarteste Versuchung

k-20230511_165431

Mit der S-Bahn gings nach Stuttgart und dort trafen wir uns unter den wunderschönen, blühenden Kastanienbäumen am Schlossplatz mit Frau Doris Zilger vom Stadtmarketing.

Bei der kulinarischen Stadtführung – Schokolade aus Stuttgart – waren wir auf den Spuren der Schokoladengeschichte. Frau Zilger hatte auch leckere Kostproben im Gepäck, anfangs gab es gleichmal Schokoladenmaultäschle.  Mit Beginn des 19.Jahrhunderts galt Stuttgart als Schokoladen-Metropole.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange bevor die Kinder Schokoladencreme aufs Brot oder Brötchen geschmiert haben gab es   Eszet-Schnitten.  Erfunden von den Konditoren Ernst Staengel und Karl Ziller im Jahre 1933. Eine Haltestelle Eszet der Linie U13 erinnert noch an diese Beiden.  Die Schnitten können wir heute noch in den Regalen im Supermarkt finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fa. Waldbauer wurde durch die  Katzenzungen  berühmt.  1848 gründeten die Chocolatiers  Franz und Gustav Waldbauer ihre Manufaktur im Stuttgarter Westen. Ihre Köstlichkeiten wurden in ganz Europa und Amerika vertrieben und erfreuen sich heute noch großer Beliebtheit. Erst 1976 kaufte die Kölner Schokoladenfabrik Stollwerk die Marktrechte.

 

 

Auch die  Toblerone  ist ein Produkt Stuttgarts. Im Osten entstand 1923/24 die Fa. Schoko Buck. Einige Jahrzehnte später wurde die Schokoladenfabrik von Tobler aus der Schweiz aufgekauft.

Viele kennen  Moser – Roth  heute von Aldi. Die ersten und größten schwäbischen Chocolatiers waren Eduard Moser und Wilhelm Roth. Jeder war selbstständiger Zuckerbäcker und in Paris machten sie sich mit der ‚Trüffel und Pralinenherstellung vertraut. Ende 19.Jahrhunderts fusionierten die beiden Konkurrenten. Nach dem 2.Weltkrieg wurde die Firma mehrmals auf- und weiterverkauft, zuletzt an Stock, seit 2007 wird die Schokolade wieder produziert.

 

Ritter Sport  ist auch eine Erfolgsgeschichte aus Stuttgart.  1912 in Bad Cannstatt gegründet vom Konditormeister Alfred Ritter.  Seine erste Marke nannte er  „Al-Rika“  Abkürzung für Alfred Ritter Kakao.  Aus Platzgründen zog Ritter 1930 nach Waldenbuch. Clara Ritters Vorschlag eine Schokolade als Quadrat zu machen, damit sie in eine Sportjackentasche passt, ohne dass sie bricht, ist bis heute das Markenzeichen.

Ritter ist das einzige Unternehmen das als solches bis heute überlebt hat.

 

Während der ganzen Tour durch Stuttgart gab es leckere Köstlichkeiten zum probieren.  Bei der Confiserie Selbach gab es letzten Donnerstag für jeden ein Herz mit Widmung, darüber freuten wir uns natürlich alle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war eine kulinarische Stadtführung – informativ, lecker und machte Freude.

 

 

 


Schreiben Sie den ersten Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.